Rodolfo Biagi

Manos brujas – die hypnotischen Hände

Meine erster Eindruck von Biagi war die CD Campo Afuera, dadurch
bekam das Orchester zunächst den Stempel „schneidig, fast
zackig militärisch anmutend“ verpasst. Die weiche, lyrische Seite
des Orchesters lernte ich erst später kennen und schätzen.
Von 1935 bis 1938 arbeitete Biagi als Pianist im Tango-Orchester von Juan D’Arienzo.
1938 gründete er sein eigenes Orquesta Típica. Seine Spielweise ist charakterisiert
durch sehr akzentuierte Off-Beats, die zum „die Hacken zusammenschlagen“
verleiten, raffinierte Rhythmusvariationen sowie vielfältige, herausfordernde Brüche.
Diese treibt Biagi manchmal soweit, daß ich mich als Tänzer geradezu
in die Irre geführt vorkomme, ein gutes Beispiel ist der Tango „Lison“
Biagi hat mit seinen rhythmischen Innovationen da weitergemacht,
wo D’Arienzo zusehends an Kreativität einbüßte.
Kaum ein Orchester stellt die Tänzer vor  eine so schwere Wahl,
sich für Takt oder Melodie zu entscheiden, reizvoll, wenn z.B. Er auf den Takt geht
und Sie auf die Melodie (oder umgekehrt).
Ebenso herausfordernd ist bei vielen Titeln die akustische Umsetzung
mancher Finessen der Musiker, viele Feinheiten werden vom Lärm unruhiger
Tänzer verschluckt. Dann drehe ich notfalls schonmal lauter als üblich.

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Rodolfo Biagi  The Roots of Tango - El Irresistible Rodolfo Biagi Archivo Columbia : Rodolfo Biagi Rodolfo Biagi y su orquesta From Argentina To The World Rodolfo Biagi Y Su Orquesta Tipica Tango Tradicional (feat. Teofilo Ibañez, Adnres Falgas, Jorge Ortiz) [All Tracks Remastered 2016] Rodolfo Biagi

Guter Einstieg, aber es fehlen noch etliche „Must Haves“
Selten gespielt: Die Titel mit Hugo Duval und der Vals Ramona (Archivo Columbia)
Mehr populäre Aufnahmen auf CD, beispielsweise Sus Exitos Con Alberto Amor,
Sus Exitos Con Jorge Ortiz #2 
oder Rodolfo Biagi Con Sus Cantores

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