Bezugsquellen

 

Tango ist ein Nischenmarkt und selbst in gutsortierten Plattenläden wie WOM oder Saturn
(Ausnahme Köln) ist die Auswahl mehr als bescheiden, so daß im Prinzip nur die Bestellung
über den Onlinehandel ein ausreichendes Sortiment bietet.
Erste Adresse in Deutschland ist Amazon, die Auswahl dort ist  durchaus reichhaltig,
sehr komfortabel ist die Möglichkeit, in viele Titel vorher problemlos reinzuhören,
zumindest über den Umweg  mp3 downloads.  Die Preise sind sowieso kaum zu schlagen.
Wer allerdings eine größere Menge an CDs auf einmal benötigt oder etwas ausgefalleneres sucht,
wird auch preislich gesehen an einem Kauf im Ausland nicht vorbeikommen.
Die Nummer eins ist nach wie vor Zivals in Buenos Aires – Lieferzeiten sind normalerweise
1-2 Wochen. Es ist möglich, sich nur die CDs und Booklets ohne Jewelcase schicken zu lassen,
das spart nochmal Versandkosten.
Leider ist die Website von  Zivals seit längerem down.
Ich vermisse sie schmerzlich – hoffentlich kommt sie mal wieder!
Noch ein Wort zu Downloadportalen. Auch dort gibt es Tango zum Herunterladen,
ja sogar kostenloser, legaler Download wie z.B. bei Todotango ist möglich.
Bei Todotango habe ich schon so einige seltene Schätze entdeckt. (Während ich diese Zeilen
schreibe, läuft dort gerade Pa’mama von Ahumada-Bonano…) Fast alle diese Downloadquellen
haben jedoch m.E. eines gemeinsam:
Die Qualität der Dateien reicht bei weitem nicht aus, um sie guten Gewissens bei Milongas
zu präsentieren. Manchmal ist es eine Sache der Abwägung: Ist ein seltener Tango wirklich so toll,
daß man ihn den Tänzern zumuten kann, obwohl es knistert, kratzt und dumpf wie
„aus dem Schuhkarton“ klingt? Das muss jeder DJ selbst entscheiden.
Das Problem tritt natürlich auch bei vielen CDs auf. Beispielsweise hat sich die Firma Blue Moon,
besonders mit ihrer umfangreichen Serie „El Bandoneon“ wenig um Qualität gekümmert.
Daher vor dem Kauf möglichst herausfinden, auf welchem Label die gewünschten Titel in
bestmöglicher Qualität erschienen sind. Meist überdurchschnittlich sind z.B. discolatina,
RCA 100 años, Reliquias von EMI, Grandes del Tango oder collection 78rpm.
Auch die Website von Bernhard Gehberger lohnt einen Besuch,
denn irgendwann kommt kein Hardcore-Sammler an japanischen CDs von CTA und Co. vorbei,
sie sind nach wie vor das Nonplusultra für Qualitätsfreaks und Raritätenjäger!